Im Interview: Gonzalo Rubalcaba

Den Wurzeln treu geblieben

Der gebürtige Kubaner Gonzalo Rubalcaba gilt als einer der weltbesten Jazzpianisten. Herbie Hancock adelte ihn einst mit den Worten »Das ist der Klang des 21. Jahrhunderts«. Neben spektakulären Cuban-Jazz-Rock Projekten gehört auch das klassische Klaviertrio zu seinen großen Leidenschaften. Und Rubalcaba liebt die Bösendorfer Flügel.

BÖSENDORFER: Herr Rubalcaba, Sie wurden in Havanna, der Hauptstadt Kubas, geboren und entstammen einer höchst musikalischen Familie. Ihr Vater Guillermo Rubalcaba ist Pianist und Ihr Großvater Jacobo Gonzales Rubalcaba war Komponist. Wer von den beiden hat den jungen Musiker Gonzalo mehr geprägt?

Gonzalo Rubalcaba: Mein Großvater schaffte es, Komponist, Dirigent und zugleich Lehrer zu sein, und zusätzlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die künstlerische Dynamik im Westen Spielt den »Klang des 21. Jahrhunderts«: Der gebürtige Kubaner Gonzalo Rubalcaba. Kubas mit zu prägen. Die Kunstform des von Militärkapellen gespielten »Danzón« hat ihn am meisten geprägt und wurde von ihm wesentlich mitgestaltet. Sein tiefer Bezug zu Disziplin und Übung war nicht allein auf die Musik beschränkt. Er brachte ihn auch in die Familie ein. Mein Vater Guillermo Rubalcaba ist der jüngste von vier Brüdern. Er war bereits in jungen Jahren ein sehr vielseitiger Musiker, aber das Klavier gab ihm den grössten musikalischen Freiraum. Über einige Jahrzehnte hindurch hat er die klassische kubanische Musik, von Danzón, Bolero über Cha Cha Cha, entwickelt, ständig bemüht die unterschiedlichen Strömungen einzufangen. Meine Kindheit war eingehüllt und getragen von meinem familiären Umfeld und wichtigen kubanischen Profimusikern.

BÖSENDORFER: Haben Sie sich frühzeitig für eine musikalische Karriere entschieden?

Gonzalo Rubalcaba: Ich denke schon. Schon in jungen Jahren zeigte ich mein grosses Interesse an Percussion.

BÖSENDORFER: Sie studierten Percussion, Klavier und Komposition am Konservatorium und später am »Havanna Institute of Fine Arts«. Denken Sie gern an diese Zeit zurück? Was haben Sie aus dieser Zeit für Ihre musikalische Karriere mitgenommen?

Gonzalo Rubalcaba: Diese Zeit hat mir sehr geholfen, das theoretische und intellektuelle Handwerkszeug zu erhalten, um eine solide Basis für den Musiker zu schaffen, der ich heute bin. Obwohl konzeptuelle Differenzen und Gegensätze bezeichnend waren zwischen dem klassischen Schulstoff und den Gipfeln zeitgenössischer Musik, habe ich das Wertvollste aus all dem mitgenommen. Eine der wichtigsten Lektionen, die ich dank meiner klassischen Ausbildung gelernt habe, ist, dass ich die Wurzeln meiner musikalischen Herkunft nicht verleugnen darf und immer wieder Gemeinsamkeiten dieser beiden Welten entdecke.

BÖSENDORFER: Wann und warum haben Sie beschlossen, dass Jazz Ihr persönliches, musikalisches Ausdrucksmittel ist?

Gonzalo Rubalcaba: Im Alter von 10, 12 Jahren habe ich Zuhause alte LPs mit Jazzmusik von Benny Goodman, Gene Krupa, West Montgomery, Dizzy Gillespie und anderen Künstlern entdeckt. Meine Aufmerksamkeit war gefesselt vom Klang, den diese Solisten und Bands hervorbrachten. Da wurde die Grenze zwischen erdachter und improvisierter Musik aufgehoben. Mit 12 oder 13 Jahren fand dann ich heraus, dass sich einige meiner Schulfreunde bereits mit Jazz-Improvisation Kubas mit zu prägen. Die Kunstform des von Militärkapellen gespielten »Danzón« hat ihn am meisten geprägt und wurde von ihm wesentlich mitgestaltet. Sein tiefer Bezug zu Disziplin und Übung war nicht allein auf die Musik beschränkt. Er brachte ihn auch in die Familie ein. Mein Vater Guillermo Rubalcaba ist der jüngste von vier Brüdern. Er war bereits in jungen Jahren ein sehr vielseitiger Musiker, aber das Klavier gab ihm den grössten musikalischen Freiraum. Über einige Jahrzehnte hindurch hat er die klassische kubanische Musik, von Danzón, Bolero über Cha Cha Cha, entwickelt, ständig bemüht die unterschiedlichen Strömungen einzufangen. Meine Kindheit war eingehüllt und getragen von meinem familiären Umfeld und wichtigen kubanischen Profimusikern.

BÖSENDORFER: Haben Sie sich frühzeitig für eine musikalische Karriere entschieden?

Gonzalo Rubalcaba: Ich denke schon. Schon in jungen Jahren zeigte ich mein grosses Interesse an Percussion.

BÖSENDORFER: Sie studierten Percussion, Klavier und Komposition am Konservatorium und später am »Havanna Institute of Fine Arts«. Denken Sie gern an diese Zeit zurück? Was haben Sie aus dieser Zeit für Ihre musikalische Karriere mitgenommen?

Gonzalo Rubalcaba: Diese Zeit hat mir sehr geholfen, das theoretische und intellektuelle Handwerkszeug zu erhalten, um eine solide Basis für den Musiker zu schaffen, der ich heute bin. Obwohl konzeptuelle Differenzen und Gegensätze bezeichnend waren zwischen dem klassischen Schulstoff und den Gipfeln zeitgenössischer Musik, habe ich das Wertvollste aus all dem mitgenommen. Eine der wichtigsten Lektionen, die ich dank meiner klassischen Ausbildung gelernt habe, ist, dass ich die Wurzeln meiner musikalischen Herkunft nicht verleugnen darf und immer wieder Gemeinsamkeiten dieser beiden Welten entdecke.

BÖSENDORFER: Wann und warum haben Sie beschlossen, dass Jazz Ihr persönliches, musikalisches Ausdrucksmittel ist?

Gonzalo Rubalcaba: Im Alter von 10, 12 Jahren habe ich Zuhause alte LPs mit Jazzmusik von Benny Goodman, Gene Krupa, West Montgomery, Dizzy Gillespie und anderen Künstlern entdeckt. Meine Aufmerksamkeit war gefesselt vom Klang, den diese Solisten und Bands hervorbrachten. Da wurde die Grenze zwischen erdachter und improvisierter Musik aufgehoben. Mit 12 oder 13 Jahren fand dann ich heraus, dass sich einige meiner Schulfreunde bereits mit Jazz-Improvisation Kubas mit zu prägen. Die Kunstform des von Militärkapellen gespielten »Danzón« hat ihn am meisten geprägt und wurde von ihm wesentlich mitgestaltet. Sein tiefer Bezug zu Disziplin und Übung war nicht allein auf die Musik beschränkt. Er brachte ihn auch in die Familie ein. Mein Vater Guillermo Rubalcaba ist der jüngste von vier Brüdern. Er war bereits in jungen Jahren ein sehr vielseitiger Musiker, aber das Klavier gab ihm den grössten musikalischen Freiraum. Über einige Jahrzehnte hindurch hat er die klassische kubanische Musik, von Danzón, Bolero über Cha Cha Cha, entwickelt, ständig bemüht die unterschiedlichen Strömungen einzufangen. Meine Kindheit war eingehüllt und getragen von meinem familiären Umfeld und wichtigen kubanischen Profimusikern.

BÖSENDORFER: Haben Sie sich frühzeitig für eine musikalische Karriere entschieden?

Gonzalo Rubalcaba: Ich denke schon. Schon in jungen Jahren zeigte ich mein grosses Interesse an Percussion.

BÖSENDORFER: Sie studierten Percussion, Klavier und Komposition am Konservatorium und später am »Havanna Institute of Fine Arts«. Denken Sie gern an diese Zeit zurück? Was haben Sie aus dieser Zeit für Ihre musikalische Karriere mitgenommen?

Gonzalo Rubalcaba: Diese Zeit hat mir sehr geholfen, das theoretische und intellektuelle Handwerkszeug zu erhalten, um eine solide Basis für den Musiker zu schaffen, der ich heute bin. Obwohl konzeptuelle Differenzen und Gegensätze bezeichnend waren zwischen dem klassischen Schulstoff und den Gipfeln zeitgenössischer Musik, habe ich das Wertvollste aus all dem mitgenommen. Eine der wichtigsten Lektionen, die ich dank meiner klassischen Ausbildung gelernt habe, ist, dass ich die Wurzeln meiner musikalischen Herkunft nicht verleugnen darf und immer wieder Gemeinsamkeiten dieser beiden Welten entdecke.

BÖSENDORFER: Wann und warum haben Sie beschlossen, dass Jazz Ihr persönliches, musikalisches Ausdrucksmittel ist?

Gonzalo Rubalcaba: Im Alter von 10, 12 Jahren habe ich Zuhause alte LPs mit Jazzmusik von Benny Goodman, Gene Krupa, West Montgomery, Dizzy Gillespie und anderen Künstlern entdeckt. Meine Aufmerksamkeit war gefesselt vom Klang, den diese Solisten und Bands hervorbrachten. Da wurde die Grenze zwischen erdachter und improvisierter Musik aufgehoben. Mit 12 oder 13 Jahren fand dann ich heraus, dass sich einige meiner Schulfreunde bereits mit Jazz-Improvisation befassten. Ich fühlte, dass das, was sie spielten, voll von dieser jungen Energie war, die den Geist unseres Alters ausmachte, und ich wollte dazugehören.

BÖSENDORFER: Sie haben Kuba 1990 verlassen, haben sechs Jahre lang in der Dominikanischen Republik gelebt, bevor Sie sich in Florida niedergelassen haben. Welche Auswirkungen hatten und haben diese Veränderungen auf Ihre Musik?

Gonzalo Rubalcaba: Der Weg über die Dominikanische Republik in die Vereinigten Staaten brachte und bringt noch immer Erfahrungen und Lernschritte in fast allen Bereichen meines Lebens mit sich. Es ist ein ständiges Verstehen und Herausfinden von allem, der Ausdrucksweise, der Sprache, des Verhaltens und der Geschichte, von allem, was die Menschen geprägt und zu dieser Nation gemacht hat. Als Berufsmusiker ist es sehr wichtig zu wissen, wie sich eine Nation und deren Identität zusammensetzen. Auf diese Art kann ich in ihr leben, sie lieben, sie kritisieren, kann es schätzen, meinen Platz in ihr gefunden zu haben.

BÖSENDORFER: Sie sind ein großartiger Pianist. Wie kam es, dass Sie sich neben der Percussion für das Klavier entschieden haben?

Gonzalo Rubalcaba: Das Klavier war sozusagen mein Ausweg, das benötigte Alter für die Percussionausbildung zu umgehen. Zuerst hatte ich zwei Möglichkeiten: Klavier oder Geige. Es war meine Mutter, die mir das Klavierspiel ans Herz legte. Mit einigen Schwierigkeiten begann ich mit dem Klavierstudium, denn es war ja nicht wirklich mein Wunschinstrument. Keine drei Jahre später verliebte ich mich in dieses kostbare Instrument.

BÖSENDORFER: Sie lieben Bösendorfer Flügel. Was genau mögen Sie an ihnen?

Gonzalo Rubalcaba: Bösendorfer als Hersteller hat einen Teil der Musikgeschichte in Europa geformt, der dann die ganze Welt beeinflusst hat. Bösendorfer ist einer der ernstzunehmendsten Klavierhersteller mit einer sehr konstanten Entwicklung. Die Flügel bieten außer der Bösendorfer Identität dem Spieler auch noch eine Vielzahl von Wegen, den Klang und die Dynamik und sonstige ästhetische Qualitäten nach Wunsch zu erzeugen.

BÖSENDORFER: Sie treten nicht nur solo auf, sondern meistens in Trios oder im Quartett. Was gefällt Ihnen an der Arbeit in der Gruppe?

Gonzalo Rubalcaba: Teamarbeit ist faszinierend und auch notwendig, ähnlich wie das menschliche Bedürfnis nach sozialem Kontakt. Gruppenprojekte bieten eine Ansammlung von Intelligenz, die eine Art dynamische Wiederverwertung und Auffrischung der Informationen erlaubt, die von den einzelnen Gruppenmitgliedern eingebracht werden. Aber natürlich muss dafür »die Chemie stimmen«.

BÖSENDORFER: Sie bilden zuhause auch ein Quintett: Sie sind glücklich verheiratet und haben drei Kinder. Wie verträgt sich Ihre rege Konzerttätigkeit mit Ihrer Eigenschaft als Familienvater?

Gonzalo Rubalcaba: Ich bin mittlerweile seit 23 Jahren mit meiner wunderschönen Frau Maria verheiratet. Eine Ehe, die nach nur zwei Jahre währendem Werben geschlossen wurde. Marias Eltern stammen aus dem Kunst- und Filmgeschäft. Sie ist in einer intellektuellen und künstlerischen Umgebung aufgewachsen und lernte acht Jahre lang klassische Gitarre. Das machte sie allerdings nicht zu ihrem Beruf. Wir haben drei Kinder – Joao 19, Joan 16 und Yolanda 13 Jahre alt – und sie sind der beste Grund, warum wir leben, lieben und besser musizieren. Die drei wachsen in einem künstlerischen Umfeld auf; man wird sehen, inwieweit sie das beeinflusst. Sie sollen jedoch in ihrem Leben das tun können, was ihnen wichtig ist. Maria und ich sind uns einig: das Wichtigste im Leben ist zu tun und zu sein was, wo und mit wem man sein möchte. Eine musikalische Karriere ist nichts Statisches, aber ich hatte stets meine Ehefrau mit ihrem ausgeprägten Familiensinn. Und bei Bedarf hatten wir die Unterstützung meiner Familie. Auch wenn ich nicht immer physisch anwesend bin, so versuche ich doch, ständig in Kontakt zu bleiben. Wenn ich zuhause bin, kümmere ich mich um meine Familie und all ihre Bedürfnisse.

Marion Alexander, Mira Weihs, Rupert Löschnauer

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